Pflegeversicherung von A-Z

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Pflegeversicherungsbeitrag Alter

Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung, die schon in jungen Jahren und bis ins hohe Alter greift. Allerdings genießen Auszubildende und Studierende ebenso wie Pflegebedürftige einige wenige Vorteile, um ihrem niedrigen finanziellen Spielraum Rechnung zu tragen.

Versicherungspflicht für junge Leute

  • Auszubildende sind versicherungspflichtig
  • Bei Geringverdienern zahlt der Arbeitgeber den Beitrag
  • Für Kinderlose ab 23 greift ein Zuschlag
  • Auch Studierende sind versicherungspflichtig

Versicherungspflicht im Alter

  • Rentner zahlen ihre Beiträge allein
  • Pflichtversicherung bleibt im Alter bestehen

Anbieter vergleichen & Kosten berechnen

Bei einer privaten Zusatzversicherung kann der Versicherte eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall vereinbaren. Dann entfällt die Zahlungspflicht, wenn der Pflegefall eintritt. Ein Versicherungsvergleich weist den Weg zu den passenden Tarifen. Er wird mit einem Klick auf den Button „Zum Versicherungsvergleich“ aufgerufen.

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Häufig gestellte Fragen

  • Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

    Mit der Pflegeversicherung lässt sich gewährleisten, dass Pflegebedürftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer Pflegebedürftigkeit auf Unterstützung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgeführt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedürftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal für sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die Pflegebedürftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei täglichen Verrichtungen, die regelmäßig wiederkehren, sowie Ernährung, Körperpflege, Mobilität und die Versorgung des Haushalts.

  • Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

    Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsächlich anfallenden Kosten übernimmt. Die private Pflegeversicherung trägt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der Pflegebedürftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsächliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so früh wie möglich abgeschlossen werden, da die Prämien umso niedriger sind, umso jünger die versicherte Person ist.

  • Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

    Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro beträgt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhängig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswürdige Versicherungsverträge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kümmern, dies regelt der Versicherer.

  • Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

    Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusätzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. Häufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

  • Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

    Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergänzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmälert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

  • Pflege Bahr – Was ist das?

    Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. Darüber hinaus sollte die spätere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat für die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Weitere Informationen


Die Pflegeversicherung gehört in Deutschland zu den Pflichtversicherungen. Somit besteht für jeden Menschen die Pflicht, eine Pflegeversicherung abzuschließen. Kinder und Jugendliche sind in der gesetzlichen Krankenversicherung ihrer Eltern beitragsfrei mitversichert, privat Versicherte müssen eine eigene Krankenversicherung auch für die Kinder abschließen. Betrachtet man den Pflegeversicherungsbeitrag und ab wann dieser zu zahlen ist, ist der Einzelfall genau zu beleuchten. Schon junge Auszubildende sind nämlich in der Pflegeversicherung versichert, während Studenten lange bei den Eltern versichert sein können. Trotzdem sollten auch junge Leute informiert sein und den Pflegeversicherungsbeitrag und ab wann er zu tragen ist genau beleuchten, um rechtzeitig ausreichend abgesichert zu sein. Im Alter ist es etwas einfacher, denn die Pflegeversicherung greift als Pflichtversicherung ein Leben lang.

Anbieter

Bei der Frage nach der Unter- und Obergrenze für die Pflegeversicherung ist genau nach der gesetzlichen Pflege-Pflichtversicherung und einer privaten Zusatzversicherung zu unterscheiden. Dies gilt insbesondere für die Beitragsbefreiung im Leistungsfall, die bei vielen privaten Zusatzversicherungen zur Anwendung kommt. Diese Beitragsbefreiung besagt, dass der Versicherte keine Beiträge mehr zu zahlen hat, wenn der Leistungsfall eintritt. Wird also ein Versicherter zum Pflegefall und beantragt er Leistungen aus der Pflegeversicherung, kann er in der privaten Zusatzversicherung je nach Tarif eine Befreiung von der Zahlungspflicht vereinbaren. In der gesetzlichen Pflege-Pflichtversicherung hält die Verpflichtung zur Zahlung von Beiträgen auch im Rentenalter an, somit ist diese Absicherung ein ständiger Begleiter während der Ausbildung, im Studium, in der Berufstätigkeit und in der späteren Rentenphase.

Versicherungspflicht für junge Leute

Schon Auszubildende müssen Beiträge zur Pflegeversicherung zahlen. Gelten sie als Geringverdiener mit einem Einkommen von unter 325 Euro pro Monat, trägt der Arbeitgeber den Beitrag in Höhe von 2,05 Prozent des Einkommens allein, anderenfalls kommt die übliche hälftige Trennung in einen Arbeitgeberanteil und in einen Arbeitnehmeranteil zum Ansatz. Auch der Zuschlag für Kinderlose greift ab dem vollendeten 23. Lebensjahr. Insofern steigt der Beitrag zur Pflegeversicherung ab 23 noch einmal, wenn man keine Kinder hat. Der Pflegeversicherung Beitragssatz ab 23 liegt dann für Kinderlose bei 2,3 Prozent, während der Pflegeversicherungsbeitrag ab 23 nur 2,05 Prozent ausmacht, wenn man Kinder hat. Für Studenten gelten ähnliche Regelungen. Sie können sich beitragsfrei in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ihrer Eltern mitversichern. Greift diese Möglichkeit nicht mehr oder sind die Eltern privat versichert, steht den Studierenden die Wahl der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung offen. Die Beiträge zur Pflegeversicherung sind sowohl in der gesetzlichen als auch in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung recht einheitlich gehalten, größere Preisunterschiede gibt es für Studenten nicht. Trotzdem greift auch für sie der erhöhte Beitrag zur Pflegeversicherung ab 23, wenn sie keine Kinder haben und selbst versichert sind. Welcher Pflegeversicherung Beitragssatz ab 23 für Studierende in Frage kommt, hängt also sehr von ihrer individuellen familiären Situation ab. In jedem Fall fällt für Auszubildende und für Studierende ein Pflegeversicherungsbeitrag ab 23 an, damit zahlen auch junge Leute schon sehr frühzeitig in die Pflege-Pflichtversicherung ein.

Versicherungspflicht im Alter

Der Pflegeversicherung Beitrag im Alter beträgt zunächst wie bei Berufstätigen 2,05 Prozent oder 2,3 Prozent des sozialversicherungspflichtigen Entgelts, wenn der Versicherte keine Kinder hat. Ob für den Beitrag zur Pflegeversicherung eine Altersgrenze zur Anwendung kommt, kann also pauschal nicht beantwortet werden. Ganz im Gegenteil haben Rentner Beiträge zur Pflegeversicherung zu zahlen, und anders als Berufstätige müssen sie diese allein tragen. Der Arbeitgeberanteil zur Pflegeversicherung kommt nämlich bei Rentnern nicht mehr zur Anwendung. Allerdings ist das Einkommen eines Rentners in der Regel deutlich niedriger als die Einkünfte eines Berufstätigen. Deshalb bleibt auf die Frage, ob für den Beitrag zur Pflegeversicherung eine Altersgrenze gilt, nur die Feststellung, dass die Beiträge im Alter zwar sinken werden, doch die Pflicht, eine Pflegeversicherung abzuschließen und Beiträge zu zahlen, bleibt weiterhin bestehen. Damit greift auch der Pflegeversicherung Beitrag im Alter unverändert, er ist sogar vollständig aus eigener Tasche zu zahlen.

Anbieter vergleichen & Kosten berechnen

Eine private Pflegeversicherung kann man als Ergänzung zur Pflege-Pflichtversicherung schon in jungen Jahren abschließen. Auch im Alter kann sie fortgeführt werden, wenn der Versicherte dies wünscht. Allerdings greift in der privaten Pflegeversicherung eine Beitragsbefreiung, wenn der Leistungsfall eintritt. Wird also der Versicherte zum Pflegefall und bezieht er Leistungen aus der zusätzlichen Pflegeversicherung, werden keine Beitragszahlungen mehr fällig. Damit entlastet man den Versicherten finanziell, dennoch erhält der die volle Leistung, wenn der Versicherungsfall eintritt. Welche Tarife eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall vorsehen, zeigt ein Blick auf den Tarifrechner. Er stellt interessante Tarife für eine zusätzliche Pflegeversicherung mit einem Klick auf den Button „Zum Versicherungsvergleich“ zusammen.