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Pflegeversicherung Unisex 2013

Mit der Einführung der Unisex-Tarife in der Pflegeversicherung wurden die Prämien für männliche Versicherte ab Dezember 2012 deutlich teurer. Das gilt mindestens für Neuabschlüsse, die nach dem 21. Dezember 2012 getätigt wurden. Auf die gesetzliche Pflegeversicherung oder auf bestehende private Zusatzversicherung hat Unisex keinen Einfluss. Diese Prämien bleiben unverändert. Da männliche Versicherte nun aber mit erheblich steigenden Beiträgen in der Pflegeversicherung rechnen müssen, lohnt sich ein Tarifvergleich vor dem Vertragsabschluss.

Keine Auswirkungen bei Pflichtversicherung

  • Pflichtversicherung von Unisex nicht berührt
  • Beitragskalkulation durch Einheitsbeitragssatz

Unisex birgt Nachteilen für Männer

  • Männer waren bisher günstiger zu versichern
  • Hintergrund war ein geringerer Pflegebedarf
  • Durch identische Beitragskalkulation haben sie mehr zu zahlen

Sparpotenzial für männliche Versicherte

  • Versicherungsvergleich birgt Sparpotenzial
  • Durch Wechsel günstigere Beiträge

Anbieter vergleichen & Kosten berechnen

Die Beitragsanhebung für männliche Versicherte macht einen sorgfältigen Versicherungsvergleich erforderlich, bevor man den Vertrag abschließt. Er wird online mit wenigen Eingaben durchgeführt und ermittelt ein unabhängiges Ergebnis. Der Internet-Tarifrechner wird mit dem Feld „Zum Versicherungsvergleich“ aufgerufen.

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Tarifrechner mit 4.7 von 5 Punkten

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Häufig gestellte Fragen

  • Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

    Mit der Pflegeversicherung lässt sich gewährleisten, dass Pflegebedürftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer Pflegebedürftigkeit auf Unterstützung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgeführt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedürftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal für sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die Pflegebedürftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei täglichen Verrichtungen, die regelmäßig wiederkehren, sowie Ernährung, Körperpflege, Mobilität und die Versorgung des Haushalts.

  • Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

    Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsächlich anfallenden Kosten übernimmt. Die private Pflegeversicherung trägt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der Pflegebedürftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsächliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so früh wie möglich abgeschlossen werden, da die Prämien umso niedriger sind, umso jünger die versicherte Person ist.

  • Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

    Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro beträgt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhängig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswürdige Versicherungsverträge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kümmern, dies regelt der Versicherer.

  • Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

    Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusätzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. Häufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

  • Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

    Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergänzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmälert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

  • Pflege Bahr – Was ist das?

    Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. Darüber hinaus sollte die spätere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat für die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Weitere Informationen


Zum 21. Dezember 2012 mussten die deutschen Versicherungsgesellschaften sogenannte Unisex-Tarife am Markt einführen. Unisex-Tarife stehen für eine Beitragskalkulation, die unabhängig von dem Geschlecht des Versicherten ist. Bei den früheren Bisex-Tarifen mussten weibliche Versicherte unter sonst gleichen Bedingungen mit anderen Versicherungsprämien rechnen als männliche Versicherte. In der Pflegeversicherung waren Bisex-Tarife für Männer durchaus von Vorteil, sie durften mit niedrigeren Beiträgen rechnen. Mit der Einführung der Unisex-Tarife entfällt dieser Vorteil für männliche Versicherte in der privaten Pflegeversicherung. Deshalb ist es sinnvoll, sich über mögliches Sparpotenzial zu informieren. In der gesetzlichen Pflegeversicherung greifen Unisex-Tarife nicht.

Anbieter

Die Umstellung der Tarifwelt in der Pflegeversicherung auf Unisex-Tarife gilt nur bei privaten Pflegeversicherungen. Die gesetzliche Pflege-Pflichtversicherung kalkuliert ihre Beiträge anhand eines gesetzlich festgelegten Einheitsbeitragssatzes, während die private Pflegeversicherung ihre Prämien durch die Kriterien des Einstiegsalters, des Gesundheitszustand und der gewünschten Tarifleistung festlegt. Dennoch sehen sich männliche Versicherte mit der Problematik der Unisex-Einführung konfrontiert. Eine private Pflegeversicherung für den Mann sollte damit deutlich teurer werden, als dies bisher der Fall war.

Keine Auswirkungen bei Pflichtversicherung

Die Umstellung der Pflegeversicherung auf Unisex greift ausschließlich in der privaten Pflegeversicherung. In der gesetzlichen Pflege-Pflichtversicherung werden die Beiträge weiterhin anhand des einheitlichen Beitragssatzes errechnet. Auch ein Umstellungsantrag für Leistungen der Pflegeversicherung bleibt davon unberührt. Der Umstellungsantrag für Leistungen der Pflegeversicherung ist erforderlich, wenn ein Versicherter bereits Pflegeleistungen bezieht und wenn sich an seiner Einstufung etwas zum Positiven oder zum Negativen ändert. Muss ein Versicherter also eine Veränderung der Eingruppierung beantragen, benötigt er dazu einen Umstellungsantrag für Leistungen der Pflegeversicherung, welcher bei seinem Versicherer einzureichen ist. Dieser Umstellungsantrag für Leistungen der Pflegeversicherung ist in der privaten und in der gesetzlichen Pflegeversicherung erforderlich. Einen Unterschied wie bei der Kalkulation der Tarife in der privaten Pflegeversicherung für Männer gibt es nicht.

Unisex birgt Nachteilen für Männer

Als die Beiträge in der Pflegeversicherung für den Mann noch nach der Bisex-Methode kalkuliert waren, durften männliche Versicherte mit günstigeren Kosten für die private Pflegeversicherung rechnen. Das liegt daran, dass Frauen aufgrund ihrer Lebenserwartung länger versichert werden müssen und deshalb höhere Beiträge zu zahlen haben. Nachdem aber die Pflegeversicherung für männliche Versicherte zukünftig nach identischen Maßgaben kalkuliert werden sollte, haben Männer in der Pflegeversicherung seit Dezember 2012 einen höheren Beitrag abzuführen. Die Umstellung der Pflegeversicherung für Männer auf die Unisex-Kalkulation hat also für männliche Versicherte Nachteile. Deshalb ist es gut zu wissen, wo sich bei der Pflegeversicherung für den Mann Sparpotenzial ergibt, wenn man eine Pflegeversicherung nach Unisex abschließen will.

Sparpotenzial für männliche Versicherte

Da die Pflegeversicherung für den Mann nun deutlich teurer geworden ist, ergibt sich letztlich nur noch an einer einzigen Stelle ein gewisses Sparpotenzial für männliche Versicherte. Die privaten Pflegeversicherer kalkulieren ihre Beiträge zwar anhand von Unisex-Vorgaben für beide Geschlechter gleich, aber dennoch sind gravierende Unterschiede in der Tariflandschaft festzustellen. Wer also das Gefühl hat, für seine Pflegeversicherung für Männer einen zu hohen Beitrag zu zahlen, sollte sich um einen Tarifvergleich bemühen. Vergleicht man die Pflegeversicherung für den Mann bei den einzelnen Anbietern sorgfältig, stellt sich schnell heraus, wer besonders gute Leistungen bei günstigen Beiträgen erbringt. Der Tarifvergleich birgt somit in der Pflegeversicherung für Männer ein erhebliches Sparpotenzial.

Anbieter vergleichen & Kosten berechnen

Ein Versicherungsvergleich für die Pflegeversicherung für Männer wird am besten mit Hilfe eines Online-Vergleichsrechners durchgeführt. Mit wenigen Eingaben ermittelt er einen unabhängigen Vergleich der gängigen Tarife. Außerdem stellt er eine kompakte Übersicht der möglichen Tarife zusammen. Auf einen Blick erkennt der Interessent so, ob er mit dem Abschluss einer anderen Versicherung im Rahmen der Pflegeversicherung Unisex Geld sparen kann. Der Vergleich wird mit dem Button „Zum Versicherungsvergleich“ aufgerufen. Nur einige Angaben genügen, um einen individuellen und unabhängigen Tarifvergleich durchzuführen, der auf den persönlichen Versicherungsbedarf zugeschnitten ist.