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Pflegeversicherung Ost 2013

Anders als die Renten- und die Arbeitslosenversicherung kennt die Kranken- und Pflegeversicherung keine Abweichungen mehr zwischen Ost und West. Die Berechnung der Beiträge und die Beantragung der Leistungen wurden vollständig vereinheitlicht, auch unterschiedliche Leistungen sind zwischen Ost und West nicht mehr zu verzeichnen. Für den Versicherten ist diese Einheitlichkeit von Vorteil, da es deutlich einfacher wird, Beiträge, Leistungen und Beantragungen zu durchschauen.

Die Regelung der Beiträge

  • Versicherte zahlen 2,05 Prozent Beitrag
  • Kinderlose tragen einen Zuschlag von 0,25 Prozent
  • Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen die Hälfte der Beiträge
  • Bundesland Sachsen mit abweichender Regelung

Diese Leistungen sind zu erwarten

  • Vier Pflegestufen sind gesetzlich vorgesehen
  • Pflegegeld und Sachleistung entsprechend westlicher Vorgabe

Anbieter vergleichen & Kosten berechnen

Auch für Versicherte in den neuen Bundesländern ist eine zusätzliche private Pflegeversicherung dringend erforderlich. Hier gibt es keine regionalen Vorgaben, der Versicherte hat das gesamte Spektrum der deutschen Versicherer zur Auswahl. Ein Tarifvergleich ist mit einem Klick auf das Feld „Zum Versicherungsvergleich“ möglich.

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Häufig gestellte Fragen

  • Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

    Mit der Pflegeversicherung lässt sich gewährleisten, dass Pflegebedürftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer Pflegebedürftigkeit auf Unterstützung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgeführt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedürftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal für sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die Pflegebedürftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei täglichen Verrichtungen, die regelmäßig wiederkehren, sowie Ernährung, Körperpflege, Mobilität und die Versorgung des Haushalts.

  • Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

    Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsächlich anfallenden Kosten übernimmt. Die private Pflegeversicherung trägt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der Pflegebedürftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsächliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so früh wie möglich abgeschlossen werden, da die Prämien umso niedriger sind, umso jünger die versicherte Person ist.

  • Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

    Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro beträgt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhängig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswürdige Versicherungsverträge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kümmern, dies regelt der Versicherer.

  • Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

    Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusätzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. Häufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

  • Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

    Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergänzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmälert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

  • Pflege Bahr – Was ist das?

    Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. Darüber hinaus sollte die spätere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat für die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Weitere Informationen


Die Pflegeversicherung Ost entspricht hinsichtlich der Beiträge, der Leistungen und der Pflegestufen den Regelungen in den alten Bundesländern. Anders als in der Renten- und Arbeitslosenversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze in Ost und West einheitlich gehalten. Somit ist die Kranken- und Pflegeversicherung der erste Zweig der Sozialversicherung, der in den neuen und in den alten Bundesländern vollständig einheitlich organisiert ist. Für den Versicherten hat das letztlich den praktischen Vorteil, dass er unabhängig von seinem aktuellen Wohnort jeweils identische Beiträge und Leistungen zu erwarten hat. Hinzu kommt natürlich, dass unterschiedliche Regelungen für Ost und West tendenziell immer zu politischen und sozialen Diskussionen führen können. Deshalb sind die einheitlichen Vorschriften in der Pflegeversicherung sehr zu begrüßen.

Anbieter

In den neuen Bundesländern gelten die gleichen Vorschriften zur Pflege-Pflichtversicherung wie in den alten Bundesländern. Somit hat jeder Versicherte den gleichen Beitragssatz zur Pflegeversicherung Ost zu erwarten wie ein Versicherter im Westen. Auch die Pflegestufen Ost sind in der gesetzlichen Pflege-Pflichtversicherung absolut identisch. Zu unterscheiden von den gesetzlichen Vorgaben zum Beitragssatz zur Pflegeversicherung Ost und zu den Pflegestufen Ost sind natürlich die Tarife der privaten Versicherer, welche eine zusätzliche Vorsorge für den Pflegefall anbieten. Hier grenzt sich jeder Versicherer von der Konkurrenz durch andersartige Leistungen und günstigere Beiträge ab. Deshalb ist in der privaten Zusatzversicherung letztlich keine Einheitlichkeit der Pflegeversicherung Ost und West zu erwarten. Diese Unterschiedlichkeit ist allerdings allein dem Wettbewerb der Gesellschaften untereinander geschuldet, sie ist unabhängig von den Vorgaben des Gesetzgebers für Ost und West.

Die Regelung der Beiträge

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung Ost beträgt 2,05 Prozent für Versicherte mit Kindern. Der Pflegeversicherung Beitragssatz Ost ist somit identisch mit dem Beitragssatz in den neuen Bundesländern. Auch die Beitragsbemessungsgrenze unterscheidet sich im Osten nicht von derjenigen im Westen. Hier weichen die Kranken- und Pflegeversicherung deutlich von den Regelungen der Renten- und Arbeitslosenversicherung ab, die bisher noch differierende Beitragsbemessungsgrenzen für die alten und neuen Bundesländer verfolgen. Der Pflegeversicherungsbeitrag Ost wird vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte getragen, das Bundesland Sachen belastet den Arbeitnehmer mit einem deutlich höheren Pflegeversicherungsbeitrag Ost. Allerdings ist Sachsen an dieser Stelle die einzige Ausnahme unter allen Bundesländern. Fällt für den Arbeitnehmer der Beitrag für Kinderlose über 0,25 Prozent des sozialversicherungspflichtigen Entgelts an, ist dieser zusätzliche Pflegeversicherungsbeitrag Ost wiederum entsprechend der Regelung West allein vom Arbeitnehmer zu zahlen. Damit ist der Pflegeversicherung Beitragssatz Ost mit allen Regelungen an die geltenden westlichen Vorschriften angepasst.

Diese Leistungen sind zu erwarten

Entsprechend den Vorgaben für den Pflegeversicherung Beitragssatz Ost sind auch für die Pflegestufen Ost keine Abweichungen im Vergleich zum Westen vorgesehen. Die gesetzliche Pflege-Pflichtversicherung unterscheidet vier Pflegestufen, die Leistungen werden entsprechend den vom Gesetzgeber verabschiedeten Zahlungen für das Pflegegeld oder für die Pflegesachleistung erbracht. Die Pflegestufen Ost West sind somit hinsichtlich der Höhe der Leistungen vereinheitlicht. Werden Leistungen aus der Pflegeversicherung gefordert, hat der Versicherte einen Antrag bei seiner Pflegeversicherung zu stellen. Bei den großen Pflegekassen wie der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) ist die Beantragung online möglich, alle Formulare stehen auf der Internetseite der örtlichen AOK zum Download zur Verfügung. Auch bietet die Kasse ein umfangreiches Informationsmaterial zur Pflegeversicherung und zu den Pflegestufen Ost West an. Das Online-Portal bietet somit eine gute Hilfestellung für Versicherte, die sich erstmals mit der Pflegeversicherung Ost beschäftigen müssen. Versicherte in den neuen Bundesländern dürfen sich ebenso wie ihre Angehörigen im Pflegefall also gut betreut und unterstützt wissen.

Anbieter vergleichen & Kosten berechnen

Wer in den neuen Bundesländern eine zusätzliche private Pflegeversicherung abschließen will, hat dazu alle großen Versicherer in ganz Deutschland zur Auswahl. Regionale Einschränkungen gibt es nicht, da die etablierten Pflegekassen überregional tätig sind und somit Versicherte deutschlandweit ungeachtet ihres Wohnsitzes gerne annehmen. Aus dieser Wahlfreiheit folgt gleichzeitig, dass der Versicherte eine Entscheidung zu treffen hat, welcher Versicherer seinen Versicherungsbedarf am besten abdeckt. Hier geht es um einen konkreten Preis-Leistungs-Vergleich, der an dem individuellen Versicherungsbedarf ausgerichtet sein muss. Für Versicherte mit einem geringen finanziellen Budget mag eine staatlich geförderte Pflege-Bahr als Zusatzabsicherung im Pflegefall in Frage kommen. Sie bietet bei langer Laufzeit schon mit überschaubaren Beiträgen eine solide zusätzliche Leistung, wenn im Alter eine Pflegebedürftigkeit diagnostiziert wird. Der Tarifvergleich wird am besten mit einem Online-Rechner durchgeführt. Er ist mit einem Klick auf „Zum Versicherungsvergleich“ aufzurufen.