Pflegeversicherung von A-Z

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Pflegeversicherung für Selbständige

Als Selbständiger oder Freiberufler muss man selbst für die passende Pflegeversicherung sorgen. Dabei stehen die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Verfügung, die auch verschiedene Absicherungen bereithalten. Die Auswahl der passenden Vorsorge kann der Selbständige eigenständig treffen.

Vorsorgemöglichkeiten

  • freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse
  • private Vorsorge bei einem Versicherungsunternehmen

Gesetzliche Krankenkasse

  • Pflegeversicherungsbeitrag wird mit dem Beitrag zur Krankenkasse eingezogen
  • Beitragssatz liegt bei 1,95% vom Einkommen
  • Kinderlose zahlen Aufschlag von 0,25%

Private Pflegeversicherung

  • drei Versicherungsvarianten
  • Pflegerentenversicherung
  • Pflegetagegeldversicherung
  • Pflegekostenversicherung
  • Leistungen richten sich immer nach der Art der Versicherung und nach der Summe, die im Vertrag vereinbart wurde

Beiträge & Leistungen berechnen

Mit unserem Vergleichsrechner können Sie ganz unkompliziert die Beiträge wie auch Leistungen für Ihre persönliche Vorsorge im Bereich der Pflegeversicherung berechnen. Sie finden den Rechner unter dem Button „Zum Vergleichsrechner“.

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Häufig gestellte Fragen

  • Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

    Mit der Pflegeversicherung lässt sich gewährleisten, dass Pflegebedürftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer Pflegebedürftigkeit auf Unterstützung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgeführt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedürftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal für sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die Pflegebedürftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei täglichen Verrichtungen, die regelmäßig wiederkehren, sowie Ernährung, Körperpflege, Mobilität und die Versorgung des Haushalts.

  • Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

    Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsächlich anfallenden Kosten übernimmt. Die private Pflegeversicherung trägt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der Pflegebedürftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsächliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so früh wie möglich abgeschlossen werden, da die Prämien umso niedriger sind, umso jünger die versicherte Person ist.

  • Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

    Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro beträgt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhängig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswürdige Versicherungsverträge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kümmern, dies regelt der Versicherer.

  • Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

    Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusätzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. Häufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

  • Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

    Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergänzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmälert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

  • Pflege Bahr – Was ist das?

    Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. Darüber hinaus sollte die spätere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat für die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Weitere Informationen


Die Pflegeversicherung gehört zu den fünf Säulen der Vorsorgeversicherungen, die der Staat für eine allumfassende und gerechte Absicherung aller Bürger ins Leben gerufen hat. Für gesetzlich Krankenversicherte ist die Pflegeversicherung Pflicht. Jeder wird automatisch der zur Krankenkasse gehörenden Pflegekasse zugeordnet und die entsprechenden Beiträge werden automatisch mit dem Krankenkassenbeitrag eingezogen. Bei Selbstständigen und Freiberuflern sieht dies etwas anders aus. Auch hier strebt der Gesetzgeber eine allumfassende Absicherung an und empfiehlt generell den Abschluss einer Pflegeversicherung. Dafür hat der Selbständige mehrere Möglichkeiten, die sich nicht nur im Beitrag unterscheiden, sondern auch in der Art der Absicherung für den Fall der Pflegebedürftigkeit.

Die unterschiedlichen Wege zu einer guten Absicherung

Als Selbständiger hat man mehrere Möglichkeiten zum Abschluss einer Pflegeversicherung. So kann eine Pflegeversicherung für Selbständige bei einer gesetzlichen Krankenkasse abgeschlossen werden. Dies funktioniert dann, wenn man dort auch freiwillig krankenversichert ist. Der Beitrag zur Pflegeversicherung für Selbständige wird in diesem Fall automatisch mit dem Beitrag für die Krankenversicherung eingezogen.

Doch es ist auch möglich, zwei unterschiedliche Anbieter für die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung wählen. So können privat krankenversicherte auch einen privaten Schutz für die Pflege im Alter wählen. Hierbei gibt es verschiedene Absicherungsvarianten, die je nach Vertragsabschluss variieren können und so optimal an die Wünsche des Versicherten angepasst werden können.

Der Beitrag zur Pflegeversicherung als Selbstständiger bei der der gesetzlichen Krankenkasse

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung für Selbständige bei einer gesetzlichen Krankenkasse orientiert sich am Einkommen. Momentan beträgt dieser 1,95%. Anders als bei Angestellten, wo der Arbeitgeber einen Teil der Kosten übernimmt, muss der Selbständige die Kosten für die Pflegeversicherung in vollem Umfang selbst tragen. Zu diesem Pflegeversicherung Beitrag für Selbständige kommt noch ein zusätzlicher Beitrag von 0,25% hinzu, wenn der Versicherte kinderlos ist. Diesen Aufschlag gibt es auch bei nicht selbständigen Versicherten.

Pflegeversicherungsbeitrag für Selbständige bei privater Vorsorge

Wenn man sich als Selbständiger für eine private Vorsorge entscheidet, dann kann man zwischen drei verschiedenen Arten der Pflegeversicherung entscheiden. Dies sind:

  • Pflegerentenversicherung
  • Pflegetagegeldversicherung
  • Pflegekostenversicherung

Die meisten Versicherten entscheiden sich für eine Pflegetagegeldversicherung, da man hier ganz pauschal für jeden Tag, an dem die Pflege in Anspruch genommen werden muss, einen vorher festgelegte finanzielle Entschädigung bekommt. Dabei ist es nicht wichtig, wie hoch die tatsächlichen Kosten oder gar die Pflegestufe ist, sondern es zählt nur die Summe, die im Vorfeld im Vertrag vereinbart wurde.

Doch auch die Pflegerentenversicherung scheint durchaus lohnenswert. Dabei handelt es sich um eine Art Rentenversicherung, die auf den Pflegefall zugeschnitten wurde und im Pflegefall monatlich zur Auszahlung kommt. Auch hier orientiert sich die Summe immer an den Vereinbarungen, die bei Vertragsabschluss getroffen wurden.

Die Pflegekostenversicherung hingegen zahlt alle anfallenden Kosten, die mit der Pflege in Verbindung gebracht werden können. Wie hoch diese Kosten sind, ist nicht entscheidend und wird auch nicht im Vertrag vermerkt. Somit muss man bei dieser Versicherungsvariante keine bedenken haben, dass man auf Pflegekosten sitzen bleibt. Allerdings kann man bei dieser Versicherungsvariante auch keinen Überschuss erwirtschaften.

Die beste Pflegeversicherung für Selbstständige?

Es lässt sich pauschal nur sehr schwer sagen, welcher Pflegeversicherung Beitragssatz für Selbstständige am besten geeignet ist. Hier muss immer die Art der Selbständigkeit, die finanziellen Möglichkeiten und das Eintrittsalter in die Versicherung bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Denn der Pflegeversicherung Beitragssatz für Selbständige kann je nach Vertragsart deutlich schwanken. Wer da nicht die entsprechenden finanziellen Voraussetzungen mit sich bringt, kann schnell in die Schuldenfalle tappen. Und dann zahlt man nicht nur den Pflegeversicherungsbeitrag für Selbstständige nicht, sondern kann vielleicht auch anderen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen.