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Pflegeversicherung bei 400 Euro Job

Über sieben Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in einem 400 Euro Job oder einem Minijob. Zum Teil, weil sie nicht mehr Zeit für eine Beschäftigung aufbringen wollen oder können. Zum anderen aber auch, weil sie die Einnahmen aus ihrem regulären Job durch diesen kleinen Job aufbessern müssen, damit sie finanziell über die Runden kommen können. Doch egal wie praktisch oder wichtig diese Jobs auch sein mögen – sie haben einen Haken: Man zahlt nichts in die Sozialversicherung ein. Und so hat man automatisch auch keine Pflegeversicherung 400 Job.

Pflegeversicherung 400 Euro Job

  • Arbeitnehmer muss sich selbst kümmern
  • Familienversicherung bei Ehepartner oder private Versicherung sind möglich
  • bei der Auswahl immer auf passende Angebote und die Gesetzeslage achten

Wann keine zusätzliche Pflegeversicherung abgeschlossen werden muss

  • wenn der 400 Euro Job zusätzlich zu einem regulären sozialversicherungspflichtigen Job ausgeübt wird
  • wenn der Arbeitnehmer bereits Rentner ist und Rentenleistungen bezieht

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Häufig gestellte Fragen

  • Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

    Mit der Pflegeversicherung lässt sich gewährleisten, dass Pflegebedürftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer Pflegebedürftigkeit auf Unterstützung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgeführt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedürftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal für sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die Pflegebedürftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei täglichen Verrichtungen, die regelmäßig wiederkehren, sowie Ernährung, Körperpflege, Mobilität und die Versorgung des Haushalts.

  • Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

    Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsächlich anfallenden Kosten übernimmt. Die private Pflegeversicherung trägt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der Pflegebedürftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsächliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so früh wie möglich abgeschlossen werden, da die Prämien umso niedriger sind, umso jünger die versicherte Person ist.

  • Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

    Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro beträgt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhängig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswürdige Versicherungsverträge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kümmern, dies regelt der Versicherer.

  • Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

    Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusätzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. Häufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

  • Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

    Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergänzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmälert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

  • Pflege Bahr – Was ist das?

    Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. Darüber hinaus sollte die spätere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat für die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Weitere Informationen


Ein 400 Euro – Job gilt besonders dann als beliebtes Arbeitsmodell, wenn man diesen als Zweitjob ausübt oder der Tätigkeit nur deswegen nachgeht, weil man reine leichte Beschäftigung für einige Stunden in der Woche sucht. Das besondere an solch einem Job ist, dass die 400 Euro Brutto wie Netto sind. Was man verdient, bekommt man somit auch komplett ausgezahlt, weil man als Arbeitnehmer keine Sozialleistungen zahlen muss. Doch das Ganze hat auch einen großen Nachteil: Wer keine Sozialleistungen zahlt, kann auch keine in Anspruch nehmen. Als 400 Euro – Jobber ist man somit weder kranken – noch pflegeversichert. Vorausgesetzt man sorgt nicht privat vor oder ist in der Familienversicherung mitversichert. Wie sieht es also mit der Pflegeversicherung bei 400 Euro Job aus? Und wie kann man Pflegegeld bei 400 Euro-Job in Anspruch nehmen?

Welche Versicherungen bei einem 400 Euro Job gezahlt werden

Der 400 Euro Job oder auch Minijob wird von vielen Menschen begleitet, die sich nur etwas hinzuverdienen möchten oder die ihn als Zweitjob haben. Hat man den 400 Euro Job nur als Zweitjob und hat zusätzliche einen sozialversicherungspflichtigen Job, so muss man sich bezüglich der Versicherungen keine Sorgen machen. Denn diese werden dann ganz regulär vom sozialversicherungspflichtigen Job abgeführt.

Anders sieht es bei einem 400 Euro Job aus. Hier wird weder in die Pflegeversicherung 400 Job eingezahlt, noch in die Krankenversicherung oder Rentenversicherung. Als Arbeitnehmer muss man sich in solch einem Fall selbst kümmern. Für die Pflegeversicherung 400 Euro Job und die Krankenversicherung könnte man sich familienversichern lassen. Man ist dann automatisch beim Ehepartner mitversichert. Gleiches gilt für Kinder, die in der Beziehung leben und noch nicht volljährig sind.

Hinweis: Auch in die Pflegeversicherung Minijob wird nichts eingezahlt. Hier muss ebenso selbst vorgesorgt werden, damit eine solide Absicherung für das Alter besteht. Möglich wäre auch hier wieder eine Familienversicherung oder aber eine freiwillige Versicherung in einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse.

Warum selbst bei der Pflegeversicherung 400 Job vorgesorgt werden muss

Wer nicht in die Pflegeversicherung 400 Euro Job oder in die Pflegeversicherung Minijob einzahlt, kann im Pflegefall auch keine Leistungen daraus erwarten. Da man bei diesen Jobmodellen aber auch nicht mit einer großen gesetzlichen Rente rechnen kann, muss unbedingt privat vorgesorgt werden, um im Notfall Pflegegeld 400 Euro-Job beziehen zu können.

Das Einkommen, dass mit einem 400 Euro Job oder einem Minijob bezogen wird, ist aber meist zu niedrig, um eine große private Vorsorge davon aufziehen zu können. Wer also in die Pflegeversicherung 400 Euro Job einzahlen will, muss Wege finden, wie dies finanziert werden kann. So erhält man auch Pflegegeld 400 Euro-Job, wenn man bei Ehepartner mitversichert ist. Um hier versicherungstechnisch keine Fehler zu begehen, sollte man sich bei der zuständigen Krankenkasse im Vorfeld sehr genau erkundigen, in welchem Umfang der Versicherungsschutz besteht. Es gibt immer wieder kleine wie große Gesetzesänderungen, die auch die Pflegeversicherung 400 Job oder die Pflegeversicherung Minijob betreffen können. Deshalb ist es wichtig, dass man sich immer wieder informiert, in wieweit der Versicherungsschutz noch besteht und wie eventuell zusätzlich ein höherer Schutz erreicht werden kann.

Pflegegeld 400 Euro-Job privat vorsorgen

Wer finanziell in der Lage dazu ist, in eine private Pflegeversicherung 400 Euro Job oder private Pflegeversicherung Minijob einzuzahlen, der sollte bei der Auswahl des passenden Versicherungspartners genau schauen, wie die Konditionen sind. Einen Rundumschutz wird man nur in den wenigsten Fällen erreichen, da dessen Finanzierung einfach zu aufwendig wäre. Doch bereits mit wenigen Euros pro Monat kann man gerade in jungen Jahren eine gute Zuzahlung im Pflegefall erreichen. Und genau das ist es ja, was man mit einer Pflegeversicherung 400 Euro erreichen möchte. Finanzielle Mittel, die im Falle einer Pflegebedürftigkeit einen Teil der dafür aufzubringenden Kosten abdecken. Mit einer gut gewählten Pflegeversicherung 400 Euro Job ist dies durchaus möglich.