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Pflegestufe Oberschenkelhalsbruch

Ein Oberschenkelhalsbruch ist eine typische Altersverletzung. In manchen Fällen ergibt sich aus der Verletzung ein dauerhafter Pflegebedarf. Doch dies ist nicht immer der Fall. Ob eine Pflegestufe nach einem Oberschenkelhalsbruch bewilligt wird, hängt vom Einzelfall ab.

Oberschenkelhalsbruch

  • typische Altersverletzung, nur wenige junge Menschen erleiden einen Oberschenkelhalsbruch
  • Ursachen: Sturz, andere Verletzung, seltener Erkrankungen des Knochens

Wann eine Pflegestufe beantragt werden kann

  • Pflegestufe wird nur bei einer dauerhaften Pflegebedürftigkeit bewilligt
  • bei unkompliziertem Heilungsverlauf mit Wiedeherstellung der vollen Leistungsfähigkeit kein Anspruch auf eine Pflegestufe

Eine Pflegestufe erhalten

  • Pflegestufe wird von der Pflegeversicherung festgelegt und bewilligt
  • Gutachten des MDK dient als Bewertungsgrundlage zur Festlegung der Pflegestufe
  • Pflegestufe wird anhand der Intensität der Pflegebedürftigkeit festgelegt

Beurteilungsgrundlagen für den Pflegebedarf

  • Grundversorgung – Kategorien Ernährung, Körperpflege, Mobilität
  • hauswirtschaftliche Versorgung

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Häufig gestellte Fragen

  • Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

    Mit der Pflegeversicherung lässt sich gewährleisten, dass Pflegebedürftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer Pflegebedürftigkeit auf Unterstützung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgeführt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedürftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal für sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die Pflegebedürftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei täglichen Verrichtungen, die regelmäßig wiederkehren, sowie Ernährung, Körperpflege, Mobilität und die Versorgung des Haushalts.

  • Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

    Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsächlich anfallenden Kosten übernimmt. Die private Pflegeversicherung trägt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der Pflegebedürftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsächliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so früh wie möglich abgeschlossen werden, da die Prämien umso niedriger sind, umso jünger die versicherte Person ist.

  • Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

    Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro beträgt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhängig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswürdige Versicherungsverträge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kümmern, dies regelt der Versicherer.

  • Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

    Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusätzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. Häufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

  • Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

    Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergänzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmälert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

  • Pflege Bahr – Was ist das?

    Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. Darüber hinaus sollte die spätere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat für die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Weitere Informationen


Ein Oberschenkelhalsbruch ist eine typische Altersverletzung. Ob nach einem Oberschenkelhalsbruch die Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden kann, hängt im Wesentlichen vom Verlauf der Erkrankung und dem sich daraus ergebenden Pflegebedarf ab. Grundvoraussetzung für den Erhalt von Pflegeleistungen ist die Einstufung in eine Pflegestufe nach dem Oberschenkelhalsbruch.

Oberschenkelhalsbruch – eine typische Altersverletzung

Einen Oberschenkelhalsbruch ziehen sich überwiegend ältere Menschen zu. Die Ursachen dafür können vielfältig sein, meist führen jedoch Stürze zu der gefürchteten Fraktur des Oberschenkelhalsknochens. Die Abnehmende Knochendichte im Alter begünstigt eine Fraktur schon bei leichteren Stürzen und Verletzungen. Junge Menschen erleiden diese Art der Fraktur eher selten. Ebenfalls selten sind Knochenveränderungen wie etwa Knochenkrebs die Ursache für einen Oberschenkelhalsbruch. Aufgrund des meist hohen Alters der Betroffenen und der ungünstigen Bruchstelle am Knochen muss im Schnitt mit einer akuten Behandlungsdauer von mindestens drei Monaten gerechnet werden. Ob eine Pflegestufe nach einem Oberschenkelhalsbruch beantragt werden kann, hängt vom Einzelfall ab. Die alleinige Tatsache, dass es zu dieser Art der Verletzung kam, ist an sich kein Grund, eine Pflegestufe und damit Leistungen aus der Pflegeversicherung zu erhalten.

Wann kann eine Pflegestufe nach einem Oberschenkelhalsbruch beantragt werden?

Betroffene Patienten, die einen Oberschenkelhalsbruch erlitten haben, können nicht nur aufgrund der Verletzung eine Pflegestufe und damit Pflegegeld beantragen. Ein Grundprinzip zum Erhalt von Pflegeleistungen ist eine dauerhafte Pflegebedürftigkeit. Nur wer dauerhaft der Pflege bedarf, wird in eine der Pflegestufen eingestuft. Bei einem unkomplizierten Verlauf der Verletzung, wird der Patient nach der Heilung des Bruchs wieder so leistungsfähig sein, wie vor der Verletzung. Da fast ausschließlich ältere Menschen von einem Oberschenkelhalsbruch betroffen sind, dauert der Heilungsprozess in aller Regel länger, als dies bei jungen Patienten der Fall ist. Dennoch ist die Einstufung in eine Pflegestufe nach einem Oberschenkelhalsbruch mit einem unkomplizierten Verlauf ausgeschlossen. Durch das zum Teil hohe Alter der Patienten kommen komplizierte Heilungsverläufe und zusätzliche Komplikationen jedoch recht häufig vor, sodass es durch einen Oberschenkelhalsbruch durchaus zu einer dauerhaften Pflegebedürftigkeit kommen kann. In diesen Fällen wird auf Antrag auch eine Pflegestufe nach einem Oberschenkelhalsbruch bewilligt und der Pflegebedürftige erhält Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Eine Pflegestufe nach einem Oberschenkelhalsbruch erhalten

Kommt es nach einem Oberschenkelhalsbruch zu einer dauerhaften Pflegebedürftigkeit, kann bei der Pflegeversicherung ein Antrag auf Erhalt von Leistungen gestellt werden. Zur Bewilligung von Leistungen ist jedoch vorab eine Einstufung in eine Pflegestufe notwendig. Die Pflegestufe wird von der gesetzlichen Pflegeversicherung festgelegt und bestimmt letztendlich die Höhe der Pflegeleistungen. Um den Pflegebedarf objektiv beurteilen zu können, beauftragt die Pflegeversicherung dem MDK (Medizinische Dienst der Krankenkassen) mit der Begutachtung der Schwere der Pflegebedürftigkeit. Der MDK beurteilt die Schwere der Pflegebedürftigkeit vor Ort unter Berücksichtigung eines Katalogs von Alltagsverrichtungen aus den Bereichen der Grundversorgung und der hauswirtschaftlichen Versorgung. Zur Grundversorgung gehören die Kriterien Ernährung, Körperpflege und Mobilität. Bei der hauswirtschaftlichen Versorgung werden alle Kriterien rund um eine normale Haushaltsführung berücksichtigt. Je nach Intensität der benötigten Hilfe stuft die Pflegeversicherung unter Zuhilfenahme des MDK Gutachtens den Pflegebedürftigen in eine der Pflegestufen I bis III ein. Die Pflegestufe 0 ist eine Vorstufe zu den eigentlichen Pflegestufen und wird an Menschen vergeben, die einer leichten Pflege bedürfen, die Kriterien der Pflegestufe I jedoch noch nicht erfüllen. Für die Vergabe einer Pflegestufe ist ein erlittener Oberschenkelhalsbruch insofern irrelevant. Nur die daraus oder auch aus anderen Ursachen resultierende dauerhafte Pflegebedürftigkeit ist maßgeblich.

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