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Pflege Bahr “PNG” (Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz)

Das Pflegeneuausrichtungsgesetz soll vor allen Dingen all jene Menschen ansprechen, die bis jetzt kaum eine Chance auf eine private Vorsorge für den Pflegefall hatten. So werden hauptsächlich Demenzkranke und chronisch kranke Menschen mit dem Gesetz bedient.

Inhalt

  • Demenzkranke erhalten finanzielle Leistungen
  • können privat vorsorgen
  • können nun besser entscheiden, ob eine stationäre oder ambulante Pflege und Betreuung erfolgen soll
  • staatliche Förderung soll auch chronisch kranken Menschen eine Vorsorge ermöglichen
  • ohne Gesundheitsfragen und Altersbegrenzungen

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Häufig gestellte Fragen

  • Was sind die Aufgaben der Pflegeversicherung?

    Mit der Pflegeversicherung lässt sich gewährleisten, dass Pflegebedürftige Hilfe erhalten, wenn sie aufgrund der Schwere ihrer Pflegebedürftigkeit auf Unterstützung angewiesen sind. Diese kann durch professionelle Mitarbeiter eines Pflegeheims oder eines ambulanten Pflegeteams durchgeführt werden, aber ebenso ist die Pflege durch Familienangehörige möglich. Als pflegebedürftig werden all die Personen bezeichnet, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung minimal für sechs Monate Hilfe beanspruchen. Die Pflegebedürftigkeit umfasst, je nach Schwere, den Hilfsbedarf bei täglichen Verrichtungen, die regelmäßig wiederkehren, sowie Ernährung, Körperpflege, Mobilität und die Versorgung des Haushalts.

  • Ist eine freiwillige Pflegeversicherung sinnvoll?

    Eine freiwillige Pflegeversicherung ist in jedem Fall als sinnvoll zu erachten, denn die gesetzliche Pflegeversicherung kann lediglich als ein Zuschuss angesehen werden, der maximal 50 Prozent der tatsächlich anfallenden Kosten übernimmt. Die private Pflegeversicherung trägt dazu bei, dass alle finanziellen Risiken der Pflegebedürftigkeit abgedeckt werden. Je nach Vertrag wird eine monatliche Pflegerente in einer bestimmten Höhe, ein Tagegeld oder die tatsächliche Kostendifferenz ausgezahlt. Jedoch sollte die Pflegeversicherung so früh wie möglich abgeschlossen werden, da die Prämien umso niedriger sind, umso jünger die versicherte Person ist.

  • Ab welchem Monatsbeitrag zur freiwilligen Pflegeversicherung erhalte ich die staatliche Förderung?

    Die staatliche Förderung, die allgemein als Pflege-Bahr bezeichnet wird, kann dann beansprucht werden, wenn der monatliche Beitrag minimal 10 Euro beträgt. Allerdings sind von der Beitragshöhe das Alter des Versicherten sowie die abgeschlossene Summe abhängig. Der Staat zahlt dann einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat in den Vertrag ein, also 60 Euro per Jahr. Jedoch sind spezielle, förderungswürdige Versicherungsverträge notwendig, damit der Zuschuss ausgezahlt werden kann. Um die Beantragung muss sich der Versicherte nicht kümmern, dies regelt der Versicherer.

  • Wie hoch sollte das Pflegegeld pro Pflegestufe bei der freiwilligen Pflegeversicherung idealerweise sein?

    Ein Platz im Pflegeheim kostet rund 3000 Euro. In Pflegestufe III zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 700 Euro Pflegegeld. Die private Pflegeversicherung sollte daher mindestens 2300 Euro pro Monat zahlen, wenn keine zusätzliche Eigenleistung erbracht werden soll. Die Leistungen in Pflegestufe 0 bis II fallen je nach Tarif der privaten Pflegeversicherung prozentual geringer aus. Häufig werden in Pflegestufe 0 10 %, in Pflegestufe I 30 % und in Pflegestufe II 60 % der Leistung in Pflegestufe III von der Pflegeversicherung erbracht.

  • Wie werden die Pflegekosten im Versicherungsfall aus gesetzlicher und freiwilliger Pflegeversicherung verrechnet?

    Bei Einstufung in eine der Pflegestufen können Leistungen aus der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Versicherungsleistung errechnet sich ausschließlich nach der bescheinigten Pflegestufe. Beide Versicherungen ergänzen einander und zahlen einen Teil der Gesamtkosten. Der Erhalt von Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung schmälert daher die Leistungen der privaten Pflegeversicherung nicht. Die Leistungen der Zusatzversicherung können, bei Einstufung in eine leistungsberechtigte Pflegestufe, im vertraglich festgelegten Rahmen in vollem Umfang ohne Abzug in Anspruch genommen werden.

  • Pflege Bahr – Was ist das?

    Seit Januar 2013 ist der Ausdruck „Pflege-Bahr“ in aller Munde. Hierbei handelt es sich um einen steuerlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro pro Jahr, den jeder beanspruchen kann, der eine private Pflegeversicherung mit einem Mindestbeitrag von 10 Euro per Monat abgeschlossen hat. Darüber hinaus sollte die spätere Auszahlungsleistung bei wenigstens 600 Euro pro Monat für die Pflegestufe III liegen. Jedoch ist nicht jede private Pflegeversicherung dazu geeignet, dass die steuerliche Förderung beansprucht werden kann, sondern lediglich speziell geförderte Tarife.

Weiterführende Fragen

Weitere Informationen


Das PNG – das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz wurde nötig, um auf den demografischen Wandel in Deutschland reagieren zu können. Entworfen von der Bundesregierung, soll das Pflege Bahr Gesetz die Kosten für die Pflege auffangen und vor allen Dingen Demenzkranken und chronisch Kranken die Möglichkeit einer Vorsorge geboten werden.

Der demografische Wandel

Die Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland sehen nicht gut aus. Immer mehr Menschen werden in den kommenden Jahren auf Pflege und Betreuung angewiesen sein. Momentan sind es 2,5 Millionen Menschen, in 30 Jahren können es schon 4 Millionen Menschen sein. Mit dem PNG reagiert die Bundesregierung auf diesen Anstieg und sorgt dafür, das jeder die Pflege in Anspruch nehmen kann, die er benötigt. Und das unabhängig vom Einkommen oder vom gesellschaftlichen Stand.

Demenzkranke stehen im Fokus vom Pflege Bahr Gesetz

Beim Pflege Bahr Gesetz sollen vor allen Dingen Demenzkranke finanziell besser gestellt werden. So soll es möglich sein, Demenzkranke besser ambulant versorgen lassen zu können. Zudem sollen die Angehörigen wie auch die Betroffenen besser entscheiden können, welche Leistungen sie stationär und welche Leistungen sie in heimischer Umgebung erbringen lassen wollen.

Die staatliche Förderung im PNG

Mit dem neuen Pflege Bahr Gesetz wird auch erstmals eine staatliche Förderung für die freiwillige private Vorsorge angeboten. Mit der Pflege Bahr Versicherung soll erreicht werden, dass sich mehr Menschen für diese Vorsorgeform entscheiden. Besonders angesprochen werden sollen die Personengruppen, die bei anderen privaten Vorsorgemöglichkeiten Aufgrund der Gesundheitsfragen keine Versicherung erhalten. Bei der Pflege Bahr gibt es diese Fragen nicht. Hier muss jeder versichert werden, der eine zusätzliche Pflegeversicherung wünscht. Zwar sind die Leistungen nicht ganz so hoch wie bei anderen Vorsorgemöglichkeiten mit Gesundheitsfragen. Doch eine Vorsorge ist möglich. Und dies ist genau das, was sich viele chronisch kranke oder ältere Menschen wünschen. Mit dem PNG kann diesem Wunsch nun entsprochen werden.